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Förderpreis Berlin Hyp Ausstellung Carolin Gasse im Foyer der Berlin Hyp

Gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner Positions Berlin Art Fair präsentiert die Berlin Hyp die künstlerischen Arbeiten der Berlin Hyp-Preisträgerin Carolin Gasse in einer Einzelausstellung.

Auf den ersten Blick wirken die Bilder von Carolin Gasse überaus rätselhaft. „Was sehe ich hier überhaupt? Was ist Inhalt, was Material?" mag sich der Betrachter fragen. Und genau das ist gewollt. Carolin Gasse forciert in ihren Arbeiten das Nachdenken über die Realität des Wahrgenommenen und die Möglichkeiten der Wahrnehmung angesichts wechselnder Perspektiven und Ebenen. Indem sie bewusst Prozesse, Leerstellen und Kontraste sichtbar macht, schafft sie ein Spannungsfeld, in dem Wirklichkeit, Wunsch und Simulation miteinander ringen.

Spielerisch und unverkrampft überwindet sie dabei die Grenzen von Medien und Arbeitsmaterialien, Inhaltlichkeit und Form. Wie beim Auseinandernehmen einer Matroschka vermag der Betrachter diese Bilder Schicht für Schicht zu begreifen, das Konzept aufzudecken und bis zur nächsten Ebene des Verstehens durchzudringen.

Soziale Situationen, intime Momente der Begegnung, der Entspannung und des Mitsichseins sind in den inszenierten Fotografien der jungen Weimarer Künstlerin thematisiert. Carolin Gasse fängt diese nicht nur atmosphärisch ein, sondern versetzt ihre Modelle vorab in den Zustand eines lebendigen Gemäldes. Sie schafft so ein Inneres, einen natürlichen, menschlichen Bildkern, der als Bezugspunkt stets in Teilen erkennbar bleibt. Dabei besitzt auch die Haut der Protagonistinnen und Protagonisten eine besondere Bedeutung und fungiert als Malgrund ebenso wie als symbolische Membran zu einer weiteren, noch tieferen Ebene der Persönlichkeit, der Gedanken und der Gefühle.

Die Malerei ermöglicht Carolin Gasse nicht nur die Betonung und Interpretation der gezeigten Szene, sie ist auch Mittel eines Erzählens über dies hinaus. Die Beständigkeit und Zeitlosigkeit der auf diese Weise festgehaltenen poetischen, geistigen Bilder steht dabei im harten Kontrast zur Momenthaftigkeit der im nächsten Schritt eingesetzten Technik: Mit der Fotografie erfasst die Künstlerin das inszenierte Gemälde mitsamt seinem nüchterneren Umfeld, der normalen, unbemalten Realität, die einen bildimanenten Rahmen für das Sujet im Fokus bietet – und der wiederum von der Wirklichkeit des Ausstellungsraums gesäumt wird. In diesem stehend, ahnt der Betrachtende langsam, mit welch unendlichem Wechselspiel der Ebenen und Schichten, Masken und Simulationen er hier konfrontiert wird und welche Schlüsselrolle er als Adressat und Wahrnehmender dabei selbst einbringen mag...

Carolin Gasse studiert seit 2014 Freie Kunst in Weimar. Ihre Arbeiten wurden bereits in einigen Ausstellungen und auf Messen präsentiert und sind mehrfach preisgekrönt.

Auf der Positions Berlin Art Fair 2017 wurde Carolin Gasse von dem Ausstellungsraum der Bauhaus-Universität in Weimar marke.6 präsentiert.

Mehr zur Künstlerin und ihren Werken finden Sie hier: http://cargocollective.com/carolingasse

Ausstellung Carolin Gasse 
Berlin Hyp
Budapester Str. 1
10787 Berlin
 
Ausstellungszeitraum:
14. September bis 17. August 2018   
werktags von 10:00 bis 18:00 Uhr
Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenlos
  
Die Einladung zur Ausstellung können Sie sich als PDF-Dokument herunterladen und ausdrucken.